Die Lage in Nepal spitzt sich zu

Die Lage in Nepal klingt ehrlich gesagt dramatisch. Da durch Covid-19 das ganze Land unter Totalsperre liegt, ist die Versorgung insbesondere der entlegenen Gebiete faktisch zusammengebrochen. Das Ergebnis ist Hunger und sanitärer Notstand mit schlimmsten Konsequenzen für die Bevölkerung.

Letzte Woche erreichte uns folgender Hilferuf von Nepal-Medical-Careflight e.V., die wir seit vielen Jahren unterstützen beim Aufbau von Schulen und Betreuungseinrichtungen im Humla-Gebiet, einer weit abgelegenen Region im Nordwesten Nepals.

Reisverteilung im Humla-Gebiet

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer unserer Projekte in Nepal,

heute komme ich mit einer großen Bitte in einer schwierigen Zeit der Corona-Krise zu Euch.  Wie Ihr seht, habe ich an meine Mail die Mail von meinem Patensohn Surajan nachstehend angehängt. Die Situation in Humla ist, so wie er mir heute am Telefon beschrieb, dramatisch. Da das ganze Land in einer Totalsperre liegt, sind keine Schulen geöffnet, keine Inlandsflüge, keine Auslandsflüge und die Zahl der infizierten Coronapatienten steigt enorm an. Gott sei Dank gibt es noch keine infizierten Menschen in Humla. Es ist noch! zu weit und hoch in den Bergen von den gefährdeten Gebieten im Süden entfernt. Aber hier hat sich die Lage in der Versorgung der Menschen drastisch verschlimmert. Die Vorräte sind seit 3 Wochen aufgebraucht und die neue Ernte ist noch nicht reif und dauert noch 4 Wochen bis zum Ernten. Die Menschen dürfen ihre Dörfer nicht verlassen und haben keine Möglichkeit, sich Reis, Kartoffeln zu beschaffen. Sie leiden großen Hunger. Besonders die Kinder klagen um Essen. Es ist wirklich ein Drama. Die Menschen baten Surajan sich an uns zu wenden, ob wir helfen können. Vor gut 2 Wochen sandten wir 3500 EUR. es war eine Spende von einem Mitglied und Paten eines Kindes, und von unserem Nepalkonto. Damit konnte Surajan 250 Familien (die ärmsten Dalitfamilien) helfen. Es war überwältigt von ihrer Dankbarkeit und sie sagten dass sie zu ihren Göttern für imsere Gesimdheit beten.

Reis , Öl und Seife sind verbraucht. Die Familien haben oft 3 bis 6 Kinder, Eltern und Großeltern.  Da reichen 10 Kilo Reis gerade mal 2 Wochen. Nun sind noch viele wirklich extrem arme Familien aus Nachbardörfern dazugekommen und bitten inständig um Reis, damit sie nicht verhungern. Hier geht es um Leben oder Sterben, nicht um Luxus oder Urlaub. Wer mit mir dort oben war, kennt die Armut. Diese Menschen klagen nie, aber jetzt können sie sich nicht mehr ernähren. Das macht mir wirklich große Sorgen.

Ich habe heute nochmal Geld gesendet, was eigentlich für die Gehälter der Lehrer bestimmt war. Aber das wird auch nicht reichen. Mir ist natürlich klar, dass die Situation hier bei uns in Deutschland auch schwierig ist und so viele Menschen um ihre Existenz kämpfen müssen. Aber vielleicht kann der eine oder andere von Euch einen kleinen Betrag für die Reisversorgung spenden. Surajan kann aus dem unteren Karnalital Reis kaufen, was mit Maultieren dann hinauf in einem 2-Tagesmarsch nach Dandapaya zu unserer Schule gebracht wird. Dieser Reis  würde die Not bis zur Ernte lindern und die Menschen buchstäblich vor dem Hungertod bewahren.

Bitte, habt Verständnis, dass ich Euch heute mit meiner Rundmail diesen Hilferuf sende. Ich verstehe es wer nicht helfen kann, in dieser schwierigen Zeit. Aber wenn Ihr könnt, dann wäre das einfach wunderbar und so hilfreich. Von der letzten Reisverteilung hat Surajan Bilder ins “ Facebook“ gesetzt und auch mir gesendet. Ich wollte diese Bilder auch an Euch weiterleiten, aber meine Computerkenntnisse reichen nicht aus. So werde ich um Unterstützung in unserer Vorstandschaft bitten. Kenny oder Michael werden mich sicher unterstützen.  Dann sende ich Euch diese nach.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir eine Nachricht zukommen läßt. Dann kann ich schon mal Surajan informieren, was wir tun können. Auch er ist sehr betroffen von der Coronasituation und hat dadurch keine Arbeit in  seinem Beruf und verdient kein Geld. Er ist nun schon seit fast 2 Monaten in Humla und kann nicht nach Kathmandu. Doch err klagt nicht, sondern sagt, dass er so den Menschen beistehen kann und das wäre eine große Hilfe und Zuversicht für sie.

Liebe mitfühlende Freunde, ich möchte schon im Voiraus Euch allen meinen tiefsten Dank aussprechen für Eure Hilfe, ob sie groß oder klein ist. Jeder tut was er kann. Ich werde Euch die Bilder senden. Wir haben schon so viel für die Menschen in Humla erreicht, da hoffe ich wirklich sehr, auch dieses Hunger- bzw Reisproblem zu schaffen.

Ich wünsche Euch allen Gesundheit und nochmal Gesundheit. Das ist das Wichtigste in dieser schwierigen Zeit und danke auch im Namen der Menschen in Humla für Eure so wunderbare Hilfe.

Wir haben uns entschieden, in dieser Situation „außer der Reihe“ mit einer Geldspende die Versorgung mit Lebensmitteln und Sanitärgütern zu unterstützen. Wenn Sie auch helfen möchten, dann freut sich der Verein über kleine und nicht-so-kleine Spenden auf:

NEPAL-MEDICAL-CAREFLIGT e.V.
VR-Bank Augsburg Ostallgäu eG
IBAN: DE107209 0000 0009649840
„Spende für Reishilfe“

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