Generalstreik? Ja bitte! Wir machen mit…

„…Wir, Kinder und junge Erwachsene, haben festgestellt, dass wir keine Wahl haben: Jahre sind mit Gerede vergangen, mit unzähligen Verhandlungen, mit nutzlosen Vereinbarungen zum Klimawandel. Firmen, die fossile Brennstoffe fördern, durften jahrzehntelang ungehindert in unseren Böden schürfen und unsere Zukunft abfackeln. Politiker wussten seit Jahrzehnten über den Klimawandel Bescheid. Sie haben ihre Verantwortung für unsere Zukunft bereitwillig Profiteuren überlassen, deren Suche nach schnellem Geld unsere Existenz bedroht.

Wir haben begriffen: Wenn wir nun nicht damit beginnen, für unsere Zukunft einzustehen, wird niemand anderes den Anfang machen. Wir selbst sind die, auf die wir gewartet haben...“

Mit diesem Aufruf in der Süddeutschen Zeitung vom 23.05.2019 haben Greta Thunberg, Luisa Neubauer und Aktivistinnen von „Fridays for Future“ für den

Freitag, den 20. September 2019

zu einer Generalstreik-Woche für Aktion gegen den Klimawandel aufgerufen.

Wir unterstützen diesen Aufruf, in dem es um eine der drei großen Herausforderungen für die Zukunft der Menschheit geht (KI und Gentechnik sind die anderen beiden).

Ent­we­der die CO²-Emis­sio­nen sin­ken dra­ma­tisch bis 2030, oder die Welt wird nicht mehr zu ret­ten sein.

Wir können nicht wissen, ob dieses Theorem der Fridays for Future Bewegung richtig ist. Die bekannten Fakten zum Klimawandel haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst. Alles Weitere sind Modellrechnungen und Prognosen, die von einem Großteil der Wissenschaft geteilt werden. ABER: es ist aus unserer Sicht das Recht der Jugend, in Panik zu verfallen. Analog zu der 68er-Bewegung: die Altnazis hätten die Erneuerung der BRD nicht vorangebracht. Es bedarf einer Jugendbewegung, um gesellschaftlichen Wandel zu propagieren.

Wir lehnen die Haltung der FDP, namentlich ihres Vorsitzenden Christian Lindner – dass man das Thema „den Experten überlassen“ solle – entschieden ab. Nicht, weil wir meinen, dass jetzt Amateure über die Geschicke der Menschheit entscheiden sollen, sondern, weil unsere Generation 50+ bisher nicht geliefert hat hat im Kampf gegen den Klimawandel. Und das schließt auch und insbesondere die Politik vieler Parteien in Deutschland ein.

Und wir sind nicht der Meinung, dass der Politik alleine die Schuld gebührt. Die Politik hat das gemacht, was wir Bürger in vielen Wahlen von ihr verlangt haben, nämlich „unseren Lebensstil zu beschützen“. Möglichst keine Veränderungen, schon gar keine einschneidenden.

Aber jetzt ist die Zeit für diese Haltung abgelaufen! Wir werden am 20. September unsere Firma schließen und den Aufruf der Fridays for Future unterstützen. Wir ermutigen andere Firmen, sich auch der Fridays for Future Bewegung anzuschließen.

PS: wir werden an diesem Tag nicht arbeiten, also auch keinen Umsatz machen. Aber wir werden den Betrag, der in unserem Onlineshop an diesem Tag als Bestellung eingeht, zu 100% an die Fridays for Future spenden. Es ist nur ein kleiner Schritt, das wissen wir, aber einer, dem weitere folgen werden.

Notes:

Streikt mit uns!: Link zum Artikel in der SZ vom 23.05.2019

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