Gemeinsam für den Klimaschutz: Das Projekt „Brucker Moos“ zur Moorwiedervernässung

Moore sind die heimlichen Helden unseres Ökosystems. Obwohl sie nur einen kleinen Teil der Erdoberfläche bedecken, speichern sie enorme Mengen an Kohlenstoff. Doch viele dieser wertvollen Flächen sind heute in Gefahr. Wir unterstützen EcoTree bei einem wegweisenden Projekt: die Wiedervernässung des Brucker Moos.

Warum das Brucker Moos unsere Hilfe braucht

Das Brucker Moos ist derzeit ein intensiv entwässertes Moorgebiet, das auf vielfältige Weise genutzt wird – vom Torfstich über die Land- bis hin zur Forstwirtschaft. Diese Entwässerung hat jedoch einen hohen Preis: Jährlich gehen bis zu 2 cm Torf verloren, was die Fläche besonders anfällig für den Klimawandel macht.

Moorböden der Umgebung und des Projektgebiets

In Bayern macht der potenzielle CO2-Ausstoß aus entwässerten Moorböden etwa 8 % der gesamten fossilen Emissionen aus. Es ist also höchste Zeit zu handeln.

Das Ziel: Den natürlichen Wasserhaushalt zurückgeben

Das Projektgebiet umfasst insgesamt 27,8 Hektar, wovon der Großteil auf echte Moorböden entfällt. Ziel von EcoTree und den Partnern vor Ort ist es, die natürlichen Wasserverhältnisse wiederherzustellen.

Die Kernpunkte des Vorhabens:

  • Zielwasserstand: Das Wasser soll dauerhaft auf ein Niveau von 10 cm unter der Flur angehoben werden.
  • CO2-Einsparung: Durch den Schutz des Torfs wird ein jährliches Minderungspotenzial von bis zu 39 Tonnen CO2 pro Hektar erwartet.
  • Langfristiger Effekt: Über die nächsten 25 Jahre könnte das Projekt somit bis zu 26.000 Tonnen CO2 binden.

Mehr als nur Klimaschutz: Biodiversität und Hochwasservorsorge

Die Renaturierung des Brucker Moos bringt neben der CO2-Reduktion noch weitere wertvolle Vorteile für die Region:

  • Artenschutz: Es wird gezielt moortypische Vegetation etabliert, was die regionale Biodiversität stärkt.
  • Hochwasserschutz: Die renaturierten Flächen dienen als natürliche Retentionsräume, die bei Starkregen Wasser aufnehmen und so Überschwemmungen verringern können.
Torfmächtigkeit der Böden

Der Weg zur Umsetzung

Ein solches Projekt ist technisch und rechtlich anspruchsvoll. Die Umsetzung erfolgt schrittweise:

  1. Feldarbeit & Monitoring: Zunächst werden Bodenproben entnommen, Drainagen erkundet und Pegel installiert.
  2. Technische Maßnahmen: Hierzu gehören der Rückbau von Drainagesystemen, der Einbau von regelbaren Stauvorrichtungen und die Umleitung von Wasser aus benachbarten Fließgewässern (wie dem Bach aus Hainza) direkt in die Fläche.
  3. Langfristige Pflege: EcoTree übernimmt nicht nur die Planung und Umsetzung, sondern auch das dauerhafte Monitoring der Fortschritte.

Ein Ausblick

Das Projekt im Brucker Moos startet zunächst auf einer Fläche von 10 Hektar im Südosten und soll kontinuierlich erweitert werden. Es zeigt eindrucksvoll, wie durch gezielte Maßnahmen der Moorehalt und der regionale Umweltschutz Hand in Hand gehen können.

Wir von PNZ freuen uns über solche Initiativen, die zeigen, dass wir die Natur nicht nur nutzen, sondern ihr auch aktiv etwas zurückgeben können.

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