Unser Nachhaltigkeitsbericht 2020

| In Anlehnung an ISO 26000 | Nach den Kriterien der UNO zur Communication on Progress („COP“) und der UNO Ziele für nachhaltige Entwicklung („SDG“) |

Wir wollen nachhaltig sein! Dieser Anspruch begleitet die PNZ-Produkte GmbH und ihre Tochtergesellschaften seit der Gründung und ist einer der treibenden Faktoren in unserer Produkt- und Unternehmensentwicklung. An aller erster Stelle stehen hier unsere Produkte und die Gesundheit unserer Kundinnen und Kunden (zu unserem Ansatz für gendergerechte Sprache lesen Sie bitte die Hinweise am Ende dieses Beitrages). Und so haben wir unsere Produktionsmethoden und die Inhaltsstoffe unserer Produkte in der Vergangenheit immer weiter entwickelt. Aber die technischen Möglichkeiten und auch die Vorstellung von Nachhaltigkeit sind einem kontinuierlichen Wandel unterworfen, dem wir uns als spezialisierter Nischenanbieter im Bereich der ökologischen Holzpflege immer wieder stellen müssen.

2020 war ein bemerkenswertes Jahr.

Corona-Pandemie

Man sollte gar nicht viel dazu sagen, jeder hat es ja selbst erlebt. Für uns als Firma war das „Coronajahr“ insofern besonders bemerkenswert, als wir unter deutlich verschärften Hygienebedingungen einen signifikanten Anstieg im Produktionsvolumen verzeichnen konnten, was unsere internen Prozesse an mancher Stelle auf den Prüfstand gestellt hat. Wir konnten aber insgesamt feststellen, dass unser hoher Digitalisierungsgrad und die hohe Methodenkompetenz unseres Teams dazu geführt haben, dass wir ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Jahr trotz (oder besser: wegen) strikter Abstandshaltung und deutlich erhöhter Homeoffice-Arbeit sowie felxibler Arbeitszeiten gut bewältigen konnten. Besonderer Dank geht an unsere Kolleginnen und Kollegen, die alle unter schwierigen Bedingungen ein ganz besonderes Maß an Teamarbeit und Zusammenhalt gezeigt haben. Und nicht zuletzt: wir sind – trotz regelmäßiger Tests – ohne einen einzigen Coronafall über die Runden gekommen. Das gibt Hoffnung für die kommende Zeit im Frühjahr 2021.

Verbesserung der Umweltleistung

Trotz der besonderen Arbeitsbedingungen konnten wir unsere Bemühungen zur Reduzierung unseres Footprints weiter fortsetzen.

  • Ein neues Kompressorsystem spart rechnerisch die unglaubliche Menge von 30% unseres Elektrizitätsverbrauches. Und durch ein neues, gemeinsam mit einem Industriepartner entwickeltes, Reinigungssystem für kleine Produktionsbehälter konnten wir unseren Weg der Einsparung von Reinigungsmitteln weiter signifikant senken.
  • Gleiches gilt für unsere interne Abluftbehandlung, die wir im Labor (und planerisch für die Erweiterung der Produktion) umgesetzt haben.
  • Auch unseren Footprint durch Verpackungen können wir in Zukunft noch zielgerichteter reduzieren, da wir einen entsprechenden CO2-Kalkulationsindex zur Auswahl der umweltfreundlichsten Verpackungen entwickelt und installiert haben.

Die Effekte daraus werden unsere Kunden hoffentlich bald auch bei sich zuhause sehen.

Aber es gab auch einen Wermutstropfen: wir mussten in 2020 einen unerwarteten Anstieg unseres Heizöl-Verbrauches feststellen, der uns einige Rätsel aufgegeben hat. Auch dazu schreiben wir natürlich in diesem Bericht.

Verbindliche Standards für nachhaltige Entwicklung

2019 war auch ein besonderes Jahr, da wir zum ersten Mal unsere Nachhaltigkeit nach internationalen Standards dargestellt und bewertet hatten. Diesen Weg gehen wir weiter.

Wir sind weiter Teil der UN Global Compact Initiative und richten uns an den 17 international verbindlichen SDG (Zielen der nachhaltigen Entwicklung der UNO) aus.

Auch haben wir in 2020 das Thema Nachhaltigkeit noch weiter internalisiert, indem wir unsere Firmen-Satzung durch einstimmigen Gesellschafterbeschluss ergänzt haben. Unser Geschäftszweck wurde nun ergänzt durch einen kleinen, aber wichtigen Satz:

Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, mit ihrer Geschäftstätigkeit eine erheblich positive Wirkung auf Gemeinwohl und Umwelt zu erzielen. Sie hat die Auswirkungen ihres Handelns auf Gesellschafter, Mitarbeiter, Zulieferer, Kunden, die Gesellschaft als
Ganzes und die Umwelt so zu berücksichtigen, dass ihre Tätigkeit und ihr Erfolg mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen in Einklang stehen.

Neuer §2.5 der Satzung der PNZ-Produkte GmbH

Noch weitreichender in der CO2-Neutralität

Und last but not least: wir haben auch in 2020 unseren CO2-Footprint wieder so weit wie möglich gefasst. Früher hatten wir die üblichen Scope 1 (Produktion) und Scope 2 (Energie) kompensiert; ab 2019 aber auch den Scope 3, der von Fahrten zur Arbeitsstätte aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis hin zur gesamten Logistikkette von unseren Zulieferern bis zu unsereren Kundinnen und Kunden reicht. Damit haben wir den exklusiven Club von Scope 3-Unternehmen betreten, den wir auch nicht mehr verlassen werden.

Wir betrachten diesen Bericht insbesondere als Arbeitsgrundlage für aktuelle und zukünftige Weiterentwicklungen unseres Unternehmens und der Produkte. Bitte sehen Sie diesen Bericht daher nicht nur als vergangenheitsbezogene Dokumentation des Ist-Zustandes, sondern auch als lebendes Dokument, das die für uns aktuellen Nachhaltigkeitsthemen aufgreift und beschreibt; aber auch Defizite und zukünftige Arbeitsschwerpunkte klar benennt und uns Maßnahmen für die Weiterentwicklung aufzeigt. Im Interesse unserer Kundinnen, Mitarbeiterinnen, Nachbarn, der Umwelt und natürlich im Interesse einer besseren Zukunft.

0. Unser Leitbild

Beginnen wir die Frage der Nachhaltigkeit mit unserem Unternehmen als Ganzes. Unser Leitbild haben wir wie folgt zusammengefasst:

Qualität, Kundenzufriedenheit und Respekt sind die Werte, an denen wir uns orientieren. Langfristiger wirtschaftlicher Erfolg und die Marktführerschaft bei umweltfreundlichen Holzpflegeprodukten für Privatkunden, Industrie und Handel sind unser Ziel.

Qualität bedeutet für uns Entwicklung und Herstellung höchstwertiger, innovativer sowie langlebiger Produkte aus gesundheitlich unbedenklichen und umweltverträglichen Rohstoffen, die den Lebenswelt unserer Kunden schöner und sicher macht.

Kundenzufriedenheit erarbeitet unser hochmotiviertes Team täglich mit individueller, auf langfristige Partnerschaft ausgelegter Betreuung und flexiblen Produktionsabläufen.

Respekt schulden wir den Menschen und der Natur. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolgs. Unsere Verpflichtung sind sichere und gesicherte Arbeitsplätze. Dem Schutz der Natur gilt unser Engagement durch Auswahl der Rohstoffe, Langlebigkeit und Kreislaufwirtschaft.

Unsere Nachhaltigkeitsmatrix

Nachhaltigkeit besitzt für uns vier Schwerpunkte, an denen wir uns messen und messen lassen wollen:

1. Unsere Produkte und deren gesamter Lebenszyklus

Unsere Philosophie

Wir betrachten bei unseren Nachhaltigkeits-Überlegungen und Entscheidungen stets den gesamten Lebenszyklus eines Produktes. D.h. ein PNZ-Produkt bemisst sich nicht nur danach, ob die Inhaltsstoffe unbedenklich sind, sondern danach, ob das Endprodukt (z.B. eine beschichtete Terrasse o.ä.) so nachhaltig und umweltfreundlich wie möglich in ihrem gesamten Lebenszyklus sind. Dabei betrachten wir folgende Ebenen:

Dabei treten naturgemäß Zielkonflikte auf, die wir in unserer täglichen Entwicklungsarbeit lösen müssen. So kommen manche nachwachsende Rohstoffe nur über aufwendige Transportwege nach Deutschland. In einem solchen Fall muss bei uns der Vorteil des nachwachsenden Rohstoffes die Nachteile aus den Transportemissionen aufwiegen, um Berücksichtigung zu finden. Oder ein bestimmtes lösemittelhaltiges Produkt enthält zwar Anteile aus petrochemischen Rohstoffen, aber die Lebensdauer des Anstrichs bei bestimmten Umgebungsbedingungen ist um ein mehrfaches länger als eines vergleichbaren wässrigen Bindemittels.

Wir haben daraus unsere Grundsätze der Produktentwicklung abgeleitet, nach denen wir bestimmen, wie wir unsere Produkte entwickeln:

  1. Wir machen Profi-Produkte mit herausragender Funktionalität, die wir so nachhaltig und umweltfreundlich wie möglich entwickeln
  2. Bei der gesundheitlichen und sicherheitsmäßigen Bewertung von Inhaltsstoffen setzen wir neue Produkte und Inhaltsstoffe erst dann ein, wenn sie klinisch oder toxikologisch ausreichend untersucht und abgesichert sind
  3. Die Entwicklung hoch effizienter Beschichtungssysteme hat Vorrang vor kostengünstigen Produkten, wenn der Kunde auf den gesamten Lebenszyklus des Produktes gesehen davon profitiert
  4. Wir verlangen von unseren Zulieferer-Betrieben die Einhaltung strenger Nachhaltigkeitsstandards.

Wo wir stehen

Wir sind als Unternehmen nach DIN-ISO 9001 – und als einer von wenigen Mittelständlern unserer Größe – auch nach DIN-ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. Darüber hinaus haben wir im November 2019 als erst zweiter Farbenhersteller die Zertifizierung zur B Corporation geschafft. Neu in 2020: unsere CO2-Reduktionsziele haben wir von der Science Based Targets Initiative der Vereinten Nationen validieren lassen.

Rohstoff-Auswahl

Wir setzen nach Möglichkeit immer dort, wo qualitativ hochwertige Alternativen zur Verfügung stehen, Rohstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen ein. Zwei Beispiele, an denen wir aktuell forschen und entwickeln:

  • Zuckerrohr-Wachs: dieses Wachs hat besonders gute Oberflächeneigenschaften und wird aus Produktionsabfällen bei der Zuckerherstellung gewonnen. Damit machen wir aus Abfällen ein Naturprodukt.
  • Rapsöl: Rapsöl wird in Deutschland hergestellt und hat sehr gute Benetzungs- und Wetterschutz-Eigenschaften Wir arbeiten daran, sukzessive Sojaöl durch Rapsöl zu ergänzen und zu ersetzen. Denn sojaöl ist zwar auch ein Naturprodukt, aber der Transport aus den Anbaugebieten belastet auch unsere Umwelt und wo möglich wollen wir das vermeiden. Wir haben auch die Belieferung umgestellt, bei uns kommt Rapsöl jetzt im Lieferwagen und wird vor Ort bei uns abgefüllt.
  • Butanonoxim ist ein Hautverhinderer, der seit Jahrzehnten in der Farbenindustrie eingesetzt wird. Der Stoff ist in der letzten Zeit in die Kritik geraten, weil er in hoher Dosierung krebserregend sein könnte. Auch wenn man solche – manchmal zu schnell in die Welt gesetzten – „potentiellen Gefährungen“ immer auch mit kritischer Vorsicht betrachten muss: mittlerweile haben wir Butanonoxim aus allen Produkten verbannt.

Produktentwicklung

Wir arbeiten mit unseren Lieferanten eng zusammen in der Entwicklung nachwachsender Alternativen.

In Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftsministerium haben wir 2016/17 ein Forschungsprojekt im Bereich der nachhaltigen Holzbeschichtungen durchgeführt. Ergebnis ist unsere Evolution-Reihe: natürlich cobaltfrei und vollständig oximfrei.

In 2019 haben wir ein weiteres Forschungsprojekt zur evolution-Reihe abgeschlossen: ein völlig neues Außenöl, das wir in 2020 auf den Markt gebracht haben. Mehr Infos dazu in diesem Beitrag.

Unsere neue Produktfamilie: so nachhaltig, dass sie unseren Namen trägt

Verpackungen

Verpackungen sind ebenfalls ein großes Thema im Hinblick auf Umweltschutz. So verschicken wir im Jahr ca. 12.000 Pakete und über 1.500 Paletten Stückgut , die entsprechend sicher verpackt werden müssen.

Aber auch in diesem Bereich konnten wir signifikante Einsparungen realisieren. Nicht mehr für den Kunden einsetzbare Kartonagen und Papierabfälle werden in einer eigenen Aufbereitungsanlage zu Verpackungs- und Dämmaterial weiterverarbeitet. Dadurch konnten wir ca. über 10% Papier einsparen.

Neues Verpackungskonzept: zusammen mit unserer langjährigen Verpackungspartnern haben wir eine neue Verpackungslösung umbgesetzt, die vollständig auf den Einsatz von Kunststoffen verzichtet. Diese Verpackungen sind extrem stabil, so dass wir in vielen Fällen auch auf einen Umkarton verzichten können, ohne den Versand schadensanfälliger zu machen. Wir haben in unserem Onlineshop Erfahrungswerte über die letzten 18 Monate gesammelt und die Schadensquote lag in 2019 bei unter 0,05%. Durch dieses neuartige Verpackungskonzept haben wir über 50% an Kartonagen eingespart, da beim Versand ein kompletter Umkarton entfällt.

Neue Umverpackung für unsere Farbgebinde

Neuer Verpackungsindex

Um gute Entscheidungen treffen zu können, welche Verpackungsmaterialien – wenn Verpackungen nicht gänzlich vermieden werden können – man am besten einsetzen sollte, benötigt man solide Daten. Viele verfügbare Daten zum Thema Verpackungen sind jedoch derart mit Problemen belastet, dass wir schlussendlich unsere eigene Untersuchung dazu angestellt haben.

Aus diesen Untersuchungen resultierte ein neuer Verpackungsindex, den wir für unsere Entscheidungen eingeführt haben (und der auch schon sofort zu einer neuen Verpackung für Pflegeboxen geführt hat, worüber wir in diesem Artikel berichtet haben).

Struktur des neuen PNZ Verpackungsindex

Anwendung beim Kunden

Transport: Unsere Speditions- und Paketdienstleister sind CO2-neutral. zum Point-of-sale

Anwendungssicherheit: Produktinformationen (Etiketten, Technische Merkblätter, etc.) lassen wir von Fachleuten erstellen und von unseren Endkunden auf Verständlichkeit und Anwendbarkeit überprüfen.

Zu jedem Produkt gibt es aktuelle Sicherheitsdatenblätter, die mit Hilfer der Branchensoftware ChemGes permanent nach den neuesten nationalen und internationalen Vorschriften aktuell gehalten werden.

Reinigungsprodukte erhalten auf einer speziellen Homepage Infos zur Sicherheit und dem Gesundheitsschutz

Seit Anfang 2018 haben wir ein computergestütztes System zur Analyse unseres Kunden-Feed-Backs im Hinblick auf Qualität, Anwendungssicherheit und Einfachheit eingeführt.

Beratung unserer Kundinnen und Kunden

Schulung unserer Händler vor Ort und in Kipfenberg finden regelmäßig statt, ebenso Außendienst-Besuche bei Kunden zur Beratung und ggf. Problemlösung. Wir betreiben eine FAQ auf der Homepage anhand konkreter Kundenfragestellungen, die permanent aktualisiert werden. Kunden können sich jederzeit an die Kundenhotline +49846517380 wenden, auf der sie technische Beratung und Unterstützung durch qualifizierte Fachleute aus Labor und Anwendungstechnik erhalten

Ethik-Kodex in der Zulieferkette

Wie man am Beispiel des „Grünen Knopfes“ in der Textilindustrie sieht: es ist schwierig, Nachhaltigkeit über die gesamte Lieferkette zu gewährleisten. Insbesondere, wenn es um internationale Güterströme geht. Wir haben deshalb mit unseren relevanten Lieferanten einen Verhaltenskodex vereinbart, der folgende Bereiche betrifft:

  • Arbeitsbedingungen
  • Gesundheit und Sicherheit
  • Umwelt
  • Geschäftspraktiken

Heute, im Herbst 2019, haben etwa 90% unseres Beschaffungsvolumens die Regelungen dieses Verhaltenskodex mit uns abgeschlossen. Wir bleiben dran, denn unser Ziel ist 100%.

Wir selber als Firma unterwerfen uns selbstverständlich ebenso den gleichen Grundsätzen.

Was wir noch erreichen wollen

  1. Nachhaltige Rohstoffe: weitere Forschungsprojekte
  2. Wir wollen CO2-negativ werden

2. Personal und Unternehmenskultur

Unsere Philosophie

Wir sind ein mittelständisches Familienunternehmen. Wir leben davon, dass unsere Kundinnen und Kunden uns für unsere Produkte und unseren Service lieben und gerne mit uns zusammenarbeiten Insbesondere im Bereich Private-Label haben wir vor 5 Jahren absolutes Neuland betreten und bieten unseren Kunden heute Produkte und insbesondere Dienstleistungen, die sie so auf dem Markt nicht gab, die wir erfinden mussten, und die sie heute nur von uns bekommen können. Dafür mussten wir alles in Frage stellen von der Produktionstechnik bis zur Arbeitsorganisation. Entstanden ist daraus aber auch eine besondere Teamkultur, die nur wenige Unternehmen besitzen und die wir uns bewahren wollen. Weil wir gerne Neues machen – und dabei Spaß haben wollen!

Viele in mittelständischen oder größeren Unternehmen „übliche“ Personalentwicklungsmaßnahmen finden bei uns nicht oder nicht in formalisierter Form statt, da wir bestrebt sind, unsere historisch gewachsene flache Hierarchie zu bewahren. 90% unserer Themen lösen wir auf der Ebene Abteilungsleitung – Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter. Nachhaltige Personalentwicklung bedeutet bei uns kompetenzbasierte Leistung im Team möglichst gleichberechtigter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im Einzelnen:

Wo wir stehen

Qualifikation und Kompetenz

Permanente Fortbildung ist eine der zentralen Säulen unserer Personalentwicklung. In den vergangenen zwei Jahren haben wir 35 interne und externe Fortbildungsmaßnahmen durchgeführt bzw. unterstützt. Die Bandbreite reicht dabei von der technischen Schulungen über kaufmännische Themen bis hin zur Verbesserung persönlicher Fähigkeiten im Projektmanagement und Teamführung. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter kann im Rahmen eines bestimmten Budgets dabei seine Fortbildungsziele auch selber bestimmen und ist gehalten, Vorschläge zur eigenen Weiterbildung zu machen.

Im Rahmen eines aktiven Risikomanagements führen wir in allen betrieblichen Abteilungen fallweise und turnusmäßig Unterweisungen und interne Fortbildungen durch. Insbesondere neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können so schnell und praxisorientiert mit den Anforderungen der Tätigkeiten vertraut gemacht werden. Dabei spielen Themen der Arbeitssicherheit und des persönlichen Gesundheitsschutzes eine wichtige Rolle.

Immer besser werden! Für uns Anspruch und Herausforderung zugleich. Wir haben absichtlich derzeit kein dezidiertes betriebliches Vorschlagswesen, da wir eine Teamkultur leben und leben wollen, in der Verbesserungsvorschläge immer willkommen (und gefordert) sind. Verbesserungsvorschläge sollen sofort gemacht, besprochen und bei Bedarf schnell und unbürokratisch umgesetzt werden.

Wir haben keinen strukturierten Recruitingprozess. Beteiligt an der Einstellung neuer Kolleginnen und Kollegen sind immer ein Mitglied der Geschäftsleitung, der Abteilungsleiter und ggf. zusätzlich ein direkter Kollege aus der Abteilung. Wir legen beim Recruiting weniger Wert auf formale Qualifikationen, sondern konzentrieren uns auf die Fragen: „Passt die Kollegin zu uns ins Team?“ und „Bringt der Kollege Eigeninitiative und Begeisterung mit, um neben dem Tagesgeschäft auch eigenständig an der Weiterentwicklung der Firma mitzuarbeiten?“. Daher ist jedes Bewerbungsgespräch bei uns anders. Und nur wenn alle Beteiligten sich einig sind, wird eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter eingestellt.

Arbeitskultur und Miteinander

Wir leben eine explizite Vertrauenskultur. Entscheidungen werden von der Kollegin oder dem Kollegen organisiert, der unmittelbar betroffen ist. Dabei legen wir Wert darauf, dass alle Entscheidungen je nach Themenstellung im (kleinen oder größeren) Team getroffen werden. Die Geschäftsleitung unterstützt bei der Entscheidungsfindung in kritischen Fällen.

Wir sind ein Team, in dem jeder am Erfolg des Gesamtunternehmens mitwirkt. Grenzüberschreitungen in andere Abteilungen oder fachfremde Themen sind dabei ausdrücklich erwünscht. Damit Diskussionen nicht ausufern, organisieren und entscheiden wir meist am gleichen Tag.

Wir haben kurze Entscheidungswege. Jede Abteilungsleitung und die Geschäftsleitung sind permanent, notfalls telefonisch, erreichbar, damit notwendige Entscheidungen schnell und unbürokratisch getroffen werden.

Wir sind stolz darauf, ein erfolgreicher Ausbildungsbetrieb zu sein. Dabei bilden wir technisch und kaufmännisch aus. Auszubildende sind bei uns von Beginn an vollwertige Mitarbeiter. Ihnen werden wissensorientiert Aufgaben zugewiesen, die sie eigenverantwortlich bearbeiten müssen und deren Resultate vom jeweiligen Ausbildungsleiter überprüft werden. Derzeit haben wir zwei Auszubildende im 1. und 2. Lehrjahr.

Persönliche Zufriedenheit

Das Wissen um die eigene Perspektive im Unternehmen ist für uns ein wesentlicher Faktor für die persönliche Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Wir unterstützen dabei auch scheinbar verrückte Karriereperspektiven und fördern Aufstiegschancen in der Organisation.

Work-Life-Balance: wir arbeiten in einem saisonal geprägten Geschäft, das insbesondere im Frühjahr den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alles abverlangt. Daher ist WLB für uns immer ein Thema. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bemühen wir uns auch um kreative Lösungen, die persönliche Erfordernisse und betriebliche Anforderungen in Einklang bringen. Flexible Arbeitszeiten und Vertretungsregelungen sind für uns dabei selbstverständliche Mittel.

Engagement und persönlicher Einsatz sind Grundvoraussetzungen für unsere Tätigkeit. Siehe auch: Recruiting-Prozess

Spaß an der Arbeit hat man nicht immer, auch nicht bei uns. Aber wenn es einem mal nicht so gut geht, sind Kollegen da, die einen auffangen und einem helfen.

Was wir noch erreichen wollen

  1. Eine Sache haben wir durch Corona erkannt: unsere wöchentlichen gemeinsamen Teambesprechungen fehlen uns sehr! Sobald die Situation es zulässt, werden wir wieder unsere wöchentlichen Besprechungen mit allen aus dem Team aufnehmen.
  2. Wir haben festgestellt, dass Home-Office für bestimmte Projekte sogar viel besser ist als Präsenz in Kipfenberg. Auch wenn die Corona-Pandemie überwunden ist, werden unsere Kolleginnen und Kollegen weiterhin auf flexible Lösungen zurückgreifen können.

3. Energie, Effizienz und Emission

Unsere Philosophie

Energieeffizienz und Emissionsarmut sind zentrale Bestandteile unserer Nachhaltigkeitsbestrebungen. Als ISO 14001 zertifiziertes Unternehmen kennen wir alle für uns gültigen umweltrechtlichen Anforderungen und deren Auswirkungen. Darüber hinaus sind wir bestrebt, unseren Footprint auf die Umwelt aus dem Prinzip Verantwortung heraus so gering wie möglich zu halten. Auf verschiedenen Ebenen messen wir unsere Nachhaltigkeit im Bereich Energie und Emission und leiten daraus ab, wie wir die schädlichen Auswirkungen möglichst gänzlich vermeiden können. Wo dies nicht möglich ist, wollen wir Maßnahmen zur Reduzierung ergreifen. Und erst als Ultima Ratio – wo selbst eine signifikante Reduzierung nicht möglich ist – wollen wir dann kompensierende Maßnahmen ergreifen, die zumindest die schädlichen Auswirkungen durch anderweitige Maßnahmen kompensieren.

Wo wir stehen

Seit vielen Jahren messen, vermeiden, reduzieren und kompensieren wir unseren CO2-Footprint. In vielen Bereichen konnten wir uns substantiell verbessern (so etwa im CO2-Footprint pro kg produzierte Ware), aber Nachhaltigkeit ist ein Weg und keine Sache mit der man irgendwann fertig wird. Die einzelnen Bereiche entwickelten sich wie folgt:

Energie

Unser Stromverbrauch ist durch eine Vielzahl von Modernisierungsmaßnahmen seit 2012 um ca. 30% pro kg produzierte Ware gesunken. Das ist erstmal ein tolles Ergebnis, aber mit wachsendem Umsatz steigt auch der Energieverbrauch, so dass wir hier jedes Jahr neu überlegen müssen, wie wir Einsparungen realisieren können. Wir haben numehr zu 100% auf Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt, so dass hier durch uns kein CO2-Footprint mehr anfällt.

Bei den fossilen Brennstoffen (insbesondere Heizöl): konnten wir in den letzten Jahren immer weiter reduzieren und vermeiden. Allerdings haben wir ein Problemfeld bei uns identifiziert, das unseren Footprint signifikant beeinflusst, unsere Öl-Heizung. Wir haben sie zwar in den letzten Jahren mehrfach modernisiert und haben eine moderne Brennwert-Therme eingebaut, aber der Tank ist alt und die Verbrauchsmessung unzuverlässig. Ende 2020 hat uns fast der Schlag getroffen, als wir einen rechnerischen Verbrauch von 44to Heizöl verbuchen mussten. Doppelt soviel wie im Vorjahr!!! Wir prüfen die Zuverlässigkeit der Anlage und haben uns schon mit unserem Vermieter in Verbindung gesetzt, denn das ist immer noch eindeutig die falsche Richtung, das muss besser werden! Den CO2-Footprint kompensieren wir natürlich trotzdem.

Nachtrag vom 01. Februar 2021:

Heute war die Servicefirma unserer Heizungsanlage im Haus und hat festgestellt, dass der Füllstandssensor des Heizöltanks defekt ist. Wir kennen also den Verbrauch für 2020 nicht. Keine schöne Situation, daher haben wir uns entschlossen, den Footprint so zu kompensieren, als hätten wir 44to Heizöl verbraucht. Ende 2021 werden wir es dann wieder genau wissen.

Produktion

Wir achten in unserer Produktion auf effizienten Ressourceneinsatz.

Insbesondere verfolgen wir in einer jährlichen Input- und Output-Bilanz den Verlust von Rohmaterial in der Produktion nach.

Inputbilanz VOC-Lösemittel 2020
Output-Bilanz für VOC-Lösemittel 2020

Abfall

Ausschuss und Abfall lassen sich in einem Produktionsbetrieb nie zu 100% vermeiden. Wir tun Folgendes:

Wenn Abfälle nicht weiter verwendet werden können, achten wir darauf, dass sie ausschließlich in zugelassenen Fachbetrieben entsorgt werden und legen darüber Rechenschaft ab. Für 2020 wurden folgende Entsorgungen getätigt:

Wir trennen selbstverständlich unseren Müll, in der Produktion und in der Verwaltung. Darüberhinaus halten wir regelmäßig Mitarbeiterschulungen zum effizienten Ressourceneinsatz und zur Mülltrennung ab.

Ein erfolgreicher Ansatz zur Abfallvermeidung

Es ist uns in 2019 gelungen unseren Behälterreinigungsprozess von den Kosten und der Umwelt-Belastung um mehr als 90% zu reduzieren.

Link zum Beitrag auf timberlove

Und noch ein ganz neuer Ansatz zur Abfallvermeidung

Zusätzlich konnten wir in 2020 unsere Reinigung von kleinen Produktionsbehältern durch eine von uns mit einem Partner gemeinsam entwickelte neuartige Reinigungstechnik signifikant verbessern.

Neuartige Reinigungsanlage für Kleinbehälter

Abwasser

Unser Abwasser wird in einem Mehr-Kammer-Abwasserreinigungssystem mit Koaleszenzabscheider aufbereitet. Wir lassen unser Abwasser nunmehr monatlich auf Emissionen bei einem unanhängigen Institut beproben – bisher stets ohne Beanstandung. Das zuständige Wasserwirtschaftsamt hat uns schon vor Jahren auf Selbstkontrolle umgestellt, die wir natürlich auch gewissenhaft ausüben.

Das System wird ½ jährlich durch ein zertifiziertes Fachinstitut überprüft und das Ergebnis wird den Wasserwerken mitgeteilt, damit wir auf mögliche Abweichungen reagieren können. In den letzten 5 Jahren gab es keine Beanstandungen, das Wasser, das wir wieder in die Kanalisation einführen, entspricht allen relevanten Wassernormen.

Abluft

Wir haben in unseren Laborräumen eine neue Abluft-Absaugung im geschlossenen Luftkäfig installiert, um die Arbeitsplatzbelastungen vor allem während Schmelzvorgängen im Labormaßstab so gering wie möglich zu halten.

Geschlossene Abluftführung im Labor

Im Produktionsbereich wurde ein neuer Produktionsraum konzipiert, in dem ein neuer Hochleistungsdissolver installiert wird. Auch dieser Raum wird zur Vermeidung von Staubbelastung z.B. bei Pigmentbeimischungen während des Rührvorgangs eine geschlossene Prozesslustabführung – und reinigung erhalten. Die entsprechenden Pläne sind fertiggestellt und das Projekt befindet sich in der Umsetzung. Neu ist insbesondere, dass die Pulvereinbringung in die Produktionsbehälter zukünftig in einem separaten „Pulverraum“ geschieht, der eine besonders gute Abluftsteuerung besitzt.

Betriebssicherheit

Betriebssicherheit steht für uns ab oberster Stelle.

Geltende Rechtsvorschriften werden durch klare interne Verantwortlichkeiten, die durch externe Partner unterstützt und überprüft werden, stets eingehalten.

Unsere Betriebsmittel (z.B. Produktionsanlagen) werden nach Unfallverhütungsvorschriften jährlich geprüft.

Regelmäßige Mitarbeiterschulung und Unterweisungen erhöhen unsere Betriebssicherheit und den sorgsamen Umgang mit allen Anlagen.

 HazMat

Wir benutzen so wenig Gefahrstoffe (engl. „hazardous materials“ oder „HazMat“) wie möglich, aber ganz lässt sich der Einsatz nicht vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel zum Beispiel Biozide, die in unserem Produkt Holzwurmfrei eingesetzt werden. Aber auch z.B. Mattierungsmittel, wie sie in Fussbodenbeschichtungen eingesetzt werden. Beim Umgang mit Gefahrstoffen legen wir ganz besonderen Wert auf einen für Umwelt und Mitarbeiter sicheren Umgang. Alle Gefahrstoffe sind in einem ständig aktualisierten Gefahrstoffkataster erfasst und werden permanent hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit und den notwendigen Maßnahmen im Umgang klassifiziert.

Auszug aus unserem Gefahrstoffkataster

Bereits weiter oben beschrieben haben wir die von uns erfolgreich umgesetzte signifikante Reduzierung von Waschlösemitteln in der Behälterreinigung.

Mindestens genauso wichtig ist die ständige Beurteilung von Risiken und möglichen Fehlerquellen, die in einem Produktionsbetrieb zwangsläufig entstehen und deren analyse und Ableitung von Maßnahmen höchster Stellenwert zukommt.

CO2-Bilanz

Unsere CO2-Bilanz verbessert sich seit Jahren kontinuierlich. Das liegt insbesondere an Investitionen in eine umweltfreundlichere Infrastruktur (z.B. Heizung, Drucker, etc.), Fuhrpark, Digitalisierung (kein Faxpapier mehr) und unser Bestreben, auch bei Dienstreisen nur noch CO2-neutral zu reisen.

Scope 1, 2 und 3 Footprint

Wir haben in 2019 die Messung unseres CO2-Footprint auf deutlich breitere Füße gestellt. So messen wir erstmals seit 2019 folgende Emissionen mit und neutralisieren sie:

  • Alle Logistik und Transporte zu uns in die Firma
  • Alle Logistik und Transporte aus unserer Firma zu unseren Kunden (inklusive Paketdienste)
  • Fahrten aller Mitarbeiter zur Arbeitsstätte und zurück
  • Abfallentsorgung
Alte und neue Parameter der CO2-Messung

Den Anteil an CO2, den wir nicht vermeiden können, kompensieren wir über die Climate Neutral Group in den Niederlanden.

CO2-Reduzierung

CO2-Kompensation ist nur ein Teil der Nachhaltigkeit, denn er kompensiert nur die CO2-Eimssionen, die angefallen sind. Wir haben daher zwei Schwerpunkte in 2020 gesetzt, die wir in den Folgejahren weiter ausbauen wollen:

  • Wir haben unseren CO2-Reduktionsplan bei der Science Based Target Initiave der UNO hinterlegt und validieren lassen (siehe auch hier). Dieser Reduktionsplan sieht eine mindestens 50%ige Reduktion unserer Scope 1 und 2 Emissionen gegenüber 2018 vor.
  • Wir haben mit dem Max-Planck-Institut in Berlin ein Forschungsprojekt aufgelegt, das durch bakterielle Verstoffwechselung von CO2 langfristig einen Weg hin zur CO2-Negativität bahnen soll.

Ausgewählte Zulieferer

Seit 2019 kümmern wir uns auch immer mehr um den „Scope 3“ genannten Footprint: das sind die Umweltbelastungen, die nicht unmittelbar von uns, sondern in der Zulieferkette erzeugt werden. Scope 3-Emissionen sind teilweise sehr schwer zu fassen, da sie den Kernbereich anderer Firmen betreffen, aber wir haben uns uzm Ziel gesetzt, auch diese mittelbaren Emissionen zu greifen und – wo wir können – zu reduzieren. In 2019 konnten wir folgendes erreichen:

Mit dpd haben wir einen CO2-neutralen Paketdienst für unseren weltweiten Paketversand gefunden.

Den Versand von Stückgut (Paletten) machen wir mit Firma Schenker, die ihrerseits nach ISO 14001 (Umweltmanagementsystem) undOHSAS 18001 (Arbeit- und Gesundheitsschutz) zertifiziert ist.

Im Bereich der Kartonverpackungen (siehe dazu auch oben) arbeiten wir mit einem Recyclinganteil von über 75%.

Wir setzen Blechgebinde ein, weil deren Recyclingaufkommen in Deutschland über 90% liegt, was auch auf die gute Trennbarkeit in der Abfallverwertungskette zurückzuführen ist. Der Recycling-Anteil von Alt-Weißblech in neuen Gebinden liegt bei ca. 60%.

Was wir noch erreichen wollen

Am Liebsten würden wir den CO2-Footprint der gesamten Lieferkette von den Rohstoffen bis zu Zukaufprodukten kennen. Leider haben wir im Rahmen unserer Analysen feststellen müssen, dass viele Hersteller und Zulieferer – auch multinationale Firmen – ihren eigenen CO2-Footprint nicht kennen. Wir haben uns bei den größten Rohstoffherstellern mit einer groben Abschätzung des Footprints auf Basis des Anteils nachwachsender Rohstoffe beholfen, aber das reicht langfristig nicht. Wir werden in 2021 versuchen, von möglichst vielen Firmen einen genaueren CO2-Footprint ihrer Produkte zu bekommen.

4. Gesellschaft und Stakeholder

Unsere Philosophie

Wir sind uns als Unternehmen bewußt, dass wir neben den Kunden- und Lieferantenbeziehungen auch mittelbar und unmittelbar Auswirkung auf einen breiteren Personenkreis und unsere Umwelt haben (Stakeholder-Ansatz). Anwohnerinnen, Familien und Angehörige unserer Mitarbeiterinnen, Nutzer unserer Produkte, Banken, Gesellschafter, u.v.m. sind von den Aktivitäten und Entscheidungen unserer Firma betroffen. Für ein mittelständisches Unternehmen unserer Größe ist es praktisch unmöglich, allen Stakeholder-Gruppen die gleiche individuelle Aufmerksamkeit im Tagesgeschäft zukommen zu lassen. Daher haben wir für uns vier Nachhaltigkeits-Prinzipien definiert, die unsere Aktivitäten in allen Bereichen lenken sollen:

Wo wir stehen

Regionalität: wir beziehen wo möglich Produkte, die in unserer unmittelbaren Region hergestellt werden (z.B. Holz aus dem örtlichen Sägewerk nebenan, Raps-Öl aus einer Ölmühle 25km weiter im altmühltal, Bienenwachs aus der Region u.v.m.)

Geschäftsethik: Wir bekennen uns zu den Prinzipien der Gesetzestreue, individueller Integrität, des fairen Wettbewerbs und des Schutzes vertraulicher Informationen.

Soziale Verantwortung: wir bekennen uns zur sozialen Verantwortung auch unserer Region gegenüber. Daher unterstützen wir z.B. den lokalen Fussballverein, Kunstprojekte wie „Holz macht Sachen“ und Kindergärten in ganz Deutschland, damit die Kinder in einer wohngesunden Umgebung aufwachsen können. Wir berichten dazu auf Social Media (z.B. Instagram, Facebook) und auf unserem eigenen Nachhaltigkeitsblog (timberlove.blog). 

Gemeinsam

Wir legen sehr viel Wert auf unsere eigene Nachhaltigkeitsphilosophie. Aber wir möchten auch ein verantwortungsvolles Mitglied der Gesellschaft sein und haben daher in 2019 folgende Initiativen und Projekte unterstützt:

  • Den Verein Nepal-Medical-Careflight haben wir mit Sach- und Geldspenden für den Bau zweier Schulen im Humla-Gebiet unterstützt
  • Wir haben mit Pure Water for Generations e.V. gemeinsame Aktionen für besseres Donauwasser durchgeführt und haben den Vereinmit Geldspenden unterstützt
  • Die Eichstätter Dienste, die Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte auch im Bereich Holzbearbeitung durchführen mit Produktspenden
  • Diverse Kindergärten haben wir mit Produktspenden unterstützt
  • Die Fridays for Future Bewegung: wir haben an einigen Aktionstagen (z.B. dem Generalstreik im September 2019) teilgenommen und haben die Einnahmen unseres Onlineshops an diesem Tag an die FfF gespendet
  • Wir sind weiterhin Mitglied der UN Global Compact
  • Wir sind weiterhin Mitglied der „Business Ambition for 1.5° C
  • Wir haben die Flüchtlingsinitiative United4Rescue in gemeinsamen Aktionen unterstützt
  • Den Verein Kulturraum München zur Förderung freien Kulturzugangs für weniger wohlhabende Menschen haben wir mit Geldspenden unterstützt

Was wir noch erreichen wollen

Corona hat in 2020 viel durcheinandergewirbelt. Aber in 2021 werden wir hoffentlich wieder öffentlich wahrnehmbare Aktionen für eine bessere Welt begleiten können. Die o.a. Vereine werden wir auch in 2021 tatkräftig unterstützen.

5. Zusammenfassung

Liebe Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner und Interessierte,

ein Nachhaltigkeitsbericht ist genauso wie Nachhaltigkeit nie fertig. Wir hoffen, dass wir Ihnen hier zeigen können, welche Themen uns bewegen und wir sie ernsthaft angehen. Wir wollen aber auch zeigen, dass wir bei Weitem nicht glauben, dass es keine Verbesserungsmöglichkeiten mehr gibt. Wir sind nicht perfekt und wir finden jede Woche Neues und Dinge die man besser machen kann und muss und Ideen und Anregungen, wie man auch ganz neue Wege gehen kann.

Bitte sehen Sie diesen Nachhaltigkeitsbericht als Ausdruck, dass wir Ihnen und uns gegenüber Verantwortung zeigen möchten dafür, dass wir mit unserer Aktivität unsere Umwelt beeinflussen. Wir können nur besser werden – und werden darüber wieder an dieser Stelle berichten.

Ihr PNZ-Team

6. Spezielle Hinweise zu COP und SDG

Wir beteiligen uns auch an verschiedenen Initiativen, die eine Verbesserung der Nachhaltigkeit im globalen Maßstab zum Ziel haben. Dazu gehören neben der Zertifizierung zur B Corporation auch die UNO Global Compact und die Business Ambition for 1.5°C.

Communication on Progress („COP“)

Die Geschäftsleitung der PNZ unterstützt die Bemühungen zu umfassender Nachhaltigkeit und hält dazu in einem Schreiben an alle Stakeholder fest:

Liebe Stakeholder,
im ersten Jahr unserer aktiven Unterstützung haben wir uns intensiv und detailliert mit den Richtlinien des Global Compact beschäftigt und weitere betriebliche Maßnahmen formalisiert, um deren Prinzipien im Rahmen unseres Einflussbereiches zu fördern und aktiv umzusetzen. Unser Jahresbericht geht nachfolgend näher auf die bisher erzielten Resultate und getroffenen Maßnahmen ein.
Nach wie vor unterstützt die gesamte PNZ-Gruppe den Global Compact aus tiefster Überzeugung und wird auch in den nächsten Jahren weiter verstärkt und kontinuierlich daran arbeiten, die Ziele des Paktes zu fördern und diese in den täglichen Unternehmensprozess aktiv einzubinden.

Dr. Marcel Pietsch
Geschäftsführer der PNZ-Produkte GmbH
Im Januar 2020

Wo wir stehen – Übersicht

Im Rahmen der UNO Global Compact messen wir unsere Nachhaltigkeit an den 17 sogenannten SDG (für „Sustainable Development Goals“, also „Ziele zur nachhaltigen Entwicklung“) gemessen. Diese Ziele gelten für Unternehmen weltweit. Wir verwenden dazu das Tool „SDG Action Manager“ der B Corporation.

Wir wollen nicht, dass „Nachhaltigkeit“ zu einem Schlagwort verkommt, so wie „Gourmet“ oder „Abenteuer“. Oft sind „Projekte zur nachhaltigen Entwicklung“ wenig nachhaltig, genauso wie Gourmet-Fischstäbchen meist durchschnittlich schmecken und Abenteuerreisen völlig risikofrei sind. Aber die Vereinten Nationen haben sich 17 aus unserer Sicht sehr sinnvolle Nachhaltigkeitsziele gesetzt und wir wollen wissen, wo wir dazu stehen. Manche Ziele wie z.B. „Klimaschutz“ oder „Gesundes Leben für alle“ liegen uns sehr nahe. Andere sind für viele Menschen auf der Erde aber noch dringender und wir hatten sie nicht auf dem Schirm. Daher verstehen Sie diese Bestandsaufnahme bitte als das, was sie sein soll: eine Positionsbestimmung und eine Erinnerung, dass wir noch weit von Einigem entfernt sind… mit Nachhaltigkeit werden wir in unserem Leben wahrscheinlich nicht mehr fertig.

Übersicht für PNZ 2020

Die Ergebnisse und unsere Position im Einzelnen

Die Rohdaten zu den SDG

Hinweise zu gendergerechter Sprache:

Wir finden es nicht ganz einfach. Es entwickelt sich in Deutschland eine Konvention, personenbezogene Nomina mit einem sog. „Gendersternchen“ zu versehen (z.B. „Kolleg*Innen“). Diese Schreibweise führt grammatikalisch jedoch in Fällen wie vorstehendem Beispiel zu einer unschönen Amputation des Basisnomens („Kollegen“ wird zu „Kolleg“). In den meisten Fällen ist es unproblematisch, feminin und maskulin zu schreiben (z.B. „Liebe Kolleginnen und Kollegen“). In wenigen Fällen führt das jedoch zu einer schwereren Lesbarkeit (z.B. „Liebe Kollegen, Mitarbeiter, Kunden…“ würde zu „Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Kundinnen und Kunden…“).

Daher haben wir uns vorerst für folgende Vorgehensweise entschieden: in den meisten Fällen verwenden wir die feminine und maskuline Form. Dort, wo das die Lesbarkeit des Textes negativ beeinflusst, verwenden wir ausschließlich die feminine Form (die maskuline Form gab es schließlich die letzten 500 Jahre).

Wir verwenden die maskuline Form in denjenigen Fällen, in denen die feminine Form dem Sprachgebrauch zuwiderläuft (z.B. „Zulieferer“, „Geschäftspartner“ oder „Nachbarn“). Auch in Fällen, in denen gesetzliche Regelungen entgegenstehen, wenden wir das Maskulin an (z.B. in der registergerichtlichen Unternehmenssatzung). Gleiches gilt für englische Ausdrücke (z.B. „Stakeholder“), bei denen der deutsche Genus keinen Sinn ergibt.

Wir üben aber noch: wenn wir an irgendeiner Stelle die richtige Form übersehen haben, sprechen Sie uns bitte an.

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